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Mama on the rocks – cool bleiben, die Wahrheit übers Muttersein

Mama on the RocksWas finden Leser auf deinem Blog Mama on the rocks? 

Auf meinem Blog geht es um den Familienalltag mit meinen zwei Kindern LadyGaga (2009) und Copperfield (2014). Einen Mann habe ich zwar auch, aber der ist im Blog eher im Hintergrund. LadyGaga ist in der Vorpubertät und bringt mich aktuell mit Themen wie kratzenden Socken, Mobbing in der Vorschule, erste Liebe, aber auch Trotz, Trotz und nochmals Trotz an Grenzen der Gelassenheit (Ommmmmmmm!), die ich vorher gar nicht für möglich gehalten habe. Mein Sohn Copperfield steht kurz vor seinem ersten Schritt und ist (noch) ein Sonnenschein. Ich berichte von Alltagsszenen und will dabei unterhalten, der Leserschaft aber immer auch einen Mehrwert geben. Ich nehme mich auch der grossen Themen wie Kaiserschnittgeburten (ich hatte zwei), Fehlgeburten (ebenfalls zwei…) oder dem Homeoffice an. Ich bin eine Working Mom und stolz darauf. Meine grossen Blogparaden, die für Aufsehen gesorgt haben, waren #Mommywars und aktuell #MehralsChaos. Eine neue Blogparade habe ich gerade in Planung. 

Was hat dich zum Bloggen gebracht und warum heißt es Mama „on the rocks“ ?

Ich wollte immer Schriftstellerin werden. Kurz vor der Geburt von LadyGaga hatte ich eine regelmässige Leser-Kolumne in einer Schweizer Pendlerzeitung, in der ich vor allem über das Eheleben gelästert habe. Die Kolumne kam sehr gut an. Ich wollte mich dann aber auf die anstehende Geburt konzentrieren und habe die Kolumne eingestellt (was ich lange bereute). Die Redaktion empfahl mir, einen Blog zu starten. Ich habe das dann eher halbherzig gemacht, weil 2009 Blogs noch nicht so bekannt waren und ich mir das nicht vorstellen konnte. Ausserdem arbeitete ich direkt nach der Geburt wieder 80%, da blieb neben dem (sehr!) schlechten Gewissen keine Zeit zum Schreiben. Erst um 2012 habe ich angefangen, die Bloggerei ernster zu nehmen. Seit 2014 gebe ich Vollgas – und liebe es!

Der Name des Blogs kommt von meiner früheren Vorliebe für Whiskey on the rocks. Ich fand die Namenskreation noch ganz witzig und passend, weil auch eine Mutter eisgekühlt bleiben muss, um nicht den Verstand zu verlieren. So sehe ich mich gerne.

Was war dein bisher schönste/freudigste Erfahrung beim Bloggen?

Da gibt es so viele. Als die ersten Kommentare von mir unbekannten Lesern eintrudelten – das war schon toll. Das Feedback auf meinen Post zu den Fehlgeburten hat mich zudem sehr berührt, ich habe sehr viele E-Mails erhalten, in denen von ähnlichen Schicksalsschlägen erzählt wurde. Ich sehe mich da auch in einer Funktion und in der Verpflichtung meiner Leserschaft gegenüber. Das nehme ich sehr ernst und ich fühle mich geehrt, ins Vertrauen gezogen zu werden. „Schön“ ist es aber natürlich nicht. Eher eindrücklich.

Aktuell dreht sich bei mir alles um das Blogger-Mompreneurtreffen am 19.2. in Berlin, wo ich hingehen werde. Ich freue mich unbändig, die vielen Gesichter hinter den Blogs kennenzulernen. Und es ist sehr schön zu spüren, wie sich viele auch auf mich freuen.

In den letzten Jahren bloggst du deutlich mehr als zu Anfang. Wie hat es sich mit dem regelmässigen Bloggen bei dir entwickelt.

Ich bin im Oktober 2013 zu Twitter gestossen – das hat vieles verändert. Die Interaktion, der Blick über den Tellerrand haben mich angespornt, aus meiner Komfortecke herauszukommen und wirklich nicht nur für mich, sondern auch für die Leser zu bloggen. Ich frage mich immer: Was würde ich gerne lesen? Und dann schreibe ich es. Ich spüre aber schon auch den Druck, regelmässig schreiben zu müssen, um wahrgenommen zu werden. Ich WILL ja gelesen werden. Alles andere wäre gelogen. Das ist aber auch gut so, ein enormer Ansporn. Für mich stimmt es so. Und wenn ich keine Zeit zum Bloggen habe, habe ich eben keine Zeit – verrückt mache ich mich deswegen nicht.

Was machst du, wenn du nicht bloggst?

Ganz ehrlich: Es gibt nicht viel anderes. Kinder, Ehe, Haushalt, Job, Familie, Freunde, Bloggen. Die Reihenfolge variiert jeden Tag, aber Zeit für andere Hobbys habe ich keine. Das ist aber auch OK so, ich bin zufrieden. Bloggen ist sehr wichtig für mich, es ist mein Ventil für vieles. Ich habe immer geschrieben, schon als Kind, als Jugendliche. Als Schreibende musste ich meinen Weg lange suchen, bis ich ihn im Bloggen endlich gefunden habe.

Gibt es noch einen Tipp, den du neuen Mama- und Papa-Bloggern mit geben würdest?

Interaktion, ohne aufdringlich zu sein! Man sollte sich nicht an die Fersen eines spezifischen Bloggers hängen, sondern vielmehr die ganze Palette an Blogs kennen- und schätzenlernen, um seinen eigenen Stil, seine eigene Nische zu finden. Andere zu kopieren, bringt gar nichts. Erfolg stellt sich nicht von heute auf Morgen ein, deshalb sollte man nicht gleich aufgeben, sondern dran bleiben. Ich habe die ersten Jahre mehr für mich denn für eine Leserschaft gebloggt und habe so den ersten Hype um die Blogs (leider) verpasst. Aber ich habe mir dadurch auch die Zeit gegeben, mich selber zu entwickeln und mit dem Blog zu reifen. Ja, man sollte sich wirklich Zeit geben und nicht jeden Tag die Statistiken studieren. Wenn das Bloggen keinen Spass macht, dann sollte man es sein lassen. Und noch ein wie ich finde wichtiger Tipp: kein Neid auf andere! Von anderen Bloggern kann man immer lernen. Neid ist ungesund.

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